2003 fand die Sommerakademie ‚History Takes Place’ erstmalig vom 28. August bis zum 8. September in St. Petersburg statt – programmatisch im Jahr des 300. Jahrestags der Stadtgründung.
Als europäische Metropole wird St. Petersburg mehrfach zum Schnittpunkt der Geschichte Europas, zum „Laboratorium der Moderne“. Nach dem Ende der Sowjetunion feiert sie ein Comeback als große Stadt sowie ihren Wiedereintritt in den Kreis der europäischen Metropolen und bildet damit die Systembrüche des 20. Jahrhunderts ab.
Wissenschaftlich wurde die Sommerakademie vom Osteuropahistoriker und Essayisten Karl Schlögel (Frankfurt/ Oder) betreut. Auf ihrer Grundlage erschien 2007 die Publikation „Sankt Petersburg – Schauplätze einer Stadtgeschichte“, die die Veranstalter und die Herausgeber Karl Schlögel, Frithjof Benjamin Schenk und Markus Ackeret konzipiert haben. In 24 Beiträgen über die Geschichte der Stadt Petersburg und ihrer Bewohner wird der Leser nicht nur zur (wissenschaftlichen) Auseinandersetzung mit der Topographie der Metropole, sondern auch zur Begegnung mit der russischen Geschichte im städtischen Raum anhand eines Stadtrundgangs abseits touristischer Pfade eingeladen.